

Kinderausstellung
- damals und heute
Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Themen Landwirtschaft,
Schule und Familie aus der Sicht der Landbevölkerung vor 100
Jahren und stellt den Vergleich mit heute an. Unter dem Motto „Bitte
berühren“ erfahren die Kinder allerhand über den
Bulldog, Dreschflegel, Kleegeige, Schulranzen, Gänsekiel, Großfamilie
und Patchworkfamilie.
Originales Filmmaterial aus dem Bestand der ehemaligen Reichsstelle
für Kultur und Unterricht bietet Einblicke in das Landwirtschaften
Anfang der 1930iger Jahre.
Führer für Kinder durch das Museumsdorf
(auch als Handreichung am Museumseingang kostenlos erhältlich)
ein für Kinderaugen interessanter und kurzweiliger Museumsrundgang.
Auch als Malbuch geeignet.
Jeden Montag von 11.00 - 12.00 Uhr familiengeeignete Führung
für Gäste des Hotels Dreiburgensee und sonstige Museumsbesucher.
Treffpunkt am Museumseingang. Die Führung ist kostenlos.
Der Eintritt ist für Gäste des Hotels Dreiburgensee frei.
Gruppen sollten sich zu einer eigenen Führung anmelden. Telefon
+49 (0)8504/404-61
Spielbereich
Alter Getreidekasten mit Spielhaus, Spielplatz mit Schaukel, überdachtem
Sandkasten und Rutschbahn, Wippschaukeln.
Kegelbahn
historische Kegelbahn mit Holzkugeln und Kegeln zum selber Aufstellen,
kann kostenlos von unseren Besuchern genutzt werden.
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Museumspädagogisches Programm
Die nachfolgenden MITMACH-Kurse sind sowohl für Kinder als
auch Erwachsene geeignet. Bitte melden Sie sich unter der Telefonnummer
08504/404-61 für die Kurse an. Den Unkostenbeitrag für
die Kurse bezahlen Sie bitte direkt bei dem jeweiligen Kursleiter.
Der Museums-Eintritt ist zusätzlich zu entrichten (gilt nicht
für Gäste des Hotels Dreiburgensee).
Mit originalen Modeln Tischdecken und Taschen bedrucken
Kleine Gruppen von ca. 6 Kindern können mit einer Stoffdruckerin
arbeiten. Sie zeigt ihnen, wie sie mit alten Modeln und Naturfarben
mitgebrachte Stofftaschen, kleine Handarbeiten aus unbedrucktem
Leinen oder Baumwolle, bedrucken können.
Wolle spinnen
Die Kinder erfahren, wie Wolle auf dem Spinnrad gesponnen wurde, um
es dann unter Anleitung einmal selbst zu versuchen.
Tiere im Museumsdorf
Esel Salimbo – wie kommt ein Esel in das Museumsdorf
Bayerischer Wald
Am 15.05.2002 verschwand ohne irgendeinen Hinweis ein kleines Lamm
aus der Rasse der Waldschafe aus unserem Freilaufgehege. Die Suche
im Museumsdorf und in der umliegenden Gegend blieb zunächst erfolglos.
Nur kurze Zeit später wurde das Muttertier, von einem Raubtier
getötet, am Bachrand aufgefunden. Sofort verständigte die
Museumsleitung den hiesigen Jäger und die Polizei, um den Sachverhalt
zu klären. Da der Jäger anhand der Bisswunden am Hals des
Schafes und der Krallenspuren am Rücken des Tieres einen wildernden
Hund ausschließen konnte, wurde der Tierkadaver zur näheren
Untersuchung an das Veterinärdirektorat in Deggendorf geschickt.
Hier überraschte uns der Amtstierarzt Dr. Faustmann am 27.05.2002
mit der Nachricht: „das Schaf wurde von einem Luchs gerissen“.
Am selben Tag fanden wir auch die Reste des aufgezehrten Lammes am
Rand des Museumsdorfes. Der Luchs hatte es bis zum Zaun des Museumsdorfes
geschleppt und dort ungestört in der Nacht verzehrt. Bei dem
Versuch, das getötete Muttertier wenige Tage später ebenfalls
bei Nacht aus dem Bachrand an eine ungestörte Stelle zum Verzehr
zu schleppen, wurde der Luchs vermutlich vom Nachtwächter gestört.
Das menschenscheue Tier verschwand und ließ das getötete
Schaf am Bachrand zurück.
Was sollten wir mit unseren freilaufenden Tieren machen? Würde
der Luchs in den nächsten Tagen wieder auf Beutefang in unserem
Museumsdorf gehen?
In einem ausführlichen Gespräch mit dem Amtstierarzt Dr.
Faustmann, gab dieser uns den Rat, den Schafen einen Esel zuzugesellen:
„Ein Esel in der Herde schütze vor Raubtieren wie Luchs
und Fuchs aber auch vor wildernden Hunden“. Gesagt – Getan!
Seit dem 29.05.2002 erhalten die Waldschafe Gesellschaft von einem
Esel. Der Esel Salimbo ist ca. 5 Jahre alt, sehr Kinderlieb aber manchmal
etwas stur und er verteidigt sein Revier – das Freilaufgehege
im Museumsdorf.

Das Waldschaf
Das Waldschaf - Nachfolger des Bayerischen Zaupelschafes - ist ein
kleines bis mittelgroßes, meist weißes Schaf; es kommen
aber auch schwarze, graue, braune oder fallweise auch gescheckte Tiere
vor.
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet reicht vom Waldviertel über
das Mühlviertel, den Böhmerwald bis zum Bayerischen Wald.
Ehemals waren sie auch in den voralpinen Regionen Bayerns beheimatet.
Charakteristisch für viele alte Rassen und auch für das
Waldschaf ist die Mischwolle. Sie besteht aus dem groben Kurzhaar
(Kemp), dem Lang- oder Grannenhaar (Heterotype) und den sehr feinen
Wollfasern (Wool fibres), die den Hauptanteil bilden.
Die Tiere sind anspruchslos und futterdankbar. Sie lassen sich auch
unter ungünstigen Witterungsbedingungen halten. Hervorstechendes
Merkmal ist die große Fruchtbarkeit. Zwillingslammungen sind
die Regel. Die erste Lammung ist meist mit 13 Monaten. Die meisten
Tiere lammen 2mal jährlich.
Das Waldschaf ist eine robuste Landrasse mit sehr ruhigem Charakter,
die sicher nicht mit den modernen Hochleistungsrassen konkurieren
kann und darf. Seine Stärke liegt in der Genügsamkeit einerseits
und in der hohen Fruchtbarkeit und Asaisonalität andererseits.
Gänse
Die Gänse werden jede Saison zunächst auf einem Bauernhof
in der Nähe des Museumsdorfes aufgezogen. Sind sie alt bzw. kräftig
genug, werden sie gegen Mai in ihr neues Heim im Museumsdorf gebracht.
Dort steht ihnen neben dem großen Gänseweiher und dem zentral
gelegenen Anger des oberen Dorfes ein geräumiger Stall zur Verfügung.
Sie sind sehr zutraulich und genießen es, von den Besuchern
gefüttert zu werden.
Katzen
Katzen führen bei uns ein freies, sorgloses Leben. Es mögen
sich ca. 50 bis 80 Katzen aller Alterstufen und Rassen bei uns im
Dorf befinden. Die meisten sind relativ scheu, doch einige weichen
den Besuchern beim Spazierengehen nicht von der Seite. Wir haben für
die Katzen 3 feste Futterplätze eingerichtet, wo sie täglich
mit Nass- und Trockenfutter versorgt werden. An diesen Stellen nehmen
wir auch die ärztliche Betreuung (z.B. Entwurmung mit Hilfe von
Tabletten in der Nahrung, Augentropfen, ...) vor.
Hühner
Hühner gehören selbstverständlich zu jedem Bauernhof.
Bei uns haben sie einen großen Stall, können sich aber
nach belieben frei im Museumsdorf bewegen. Ein Museumsmitarbeiter
kümmert sich zudem täglich um das Eier abnehmen und das
Füttern der Tiere. Unser Huhn Berta werden sie oft unmittelbar
vor dem Museumsladen finden. Dort erbettelt es sich von unseren Besuchern
kleine Leckerbissen. Berta ist sehr zahm, lässt sich gerne füttern
und sogar streicheln.
Brotzeit machen
Das Museumsdorf bietet zahlreiche idyllische Plätze, die zum
Brotzeitmachen oder auch nur zum Ausruhen und Verweilen einladen.
Bänke finden sich bei nahezu jedem Haus. Auch der Spielplatz
im Museumsdorf eignet sich für eine Pause mit den Kindern.
Bei Schlechtwetter steht für Gruppen das Aktionshaus als Aufenthaltsort
zur Verfügung oder sie Verlegen Ihre Pause in das Gasthaus
Mühlhiasl.
Gasthaus Mühlhiasl
Auch im Gasthaus Mühlhiasl ist alles auf unsere kleinen Gäste
abgestimmt: Kinderstühle, Sitzpolster für Kinder, Kindergeschirr,
Tischsets zum Ausmalen für die Zeit beim Warten aufs Essen,
Kinder- oder Malbücher. Auf unserer Kinderspeisekarte findet
sicher jeder sein Lieblingsgericht in entsprechender Portionierung
zum kleinen Preis.
Von unserer Sonnenterrasse aus haben Sie Ihre Kleinen
gut im Blick, wenn sie am Sandkasten spielen oder die historische
Kegelbahn ausprobieren.
Bei Fragen und Wünschen wenden Sie sich bitte direkt an unser
kinderfreundliches Personal.
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