Zum Inhalt springen

Zimmerer des Berufsbildungszentrums Waldkirchen haben im Winter 2012 / 2013  im Rahmen eines Unterrichtsprojekts in Zusammenarbeit mit dem Museumsdorf ein maßstabsgerechtes Modell eines alten Stadels angefertigt (Gebäude 139).

Das Modell im Maßstab 1:4 ist wie ein Baukasten und kann zerlegt und wieder zusammengebaut werden. Das Modell wurde unter Verwendung alter Handwerkstechniken errichtet. Die Teile sind nach einem traditionellen System nummeriert.

Das Modell steht im Originalstadel (Gebäude Nr. 139) und kann dort von Schluklassen unter Anleitung zerlegt und zusammengebaut werden. 
Anhand des Modells lassen sich die komplexen Strukturen eines alten Stadels anschaulich darstellen. Der Auf- und Abbau eines alten Stadels wird hier für den Besucher erlebbar und begreifbar.

Der Originalstadel stammt aus Nammering (ca. 8 km vom Museumsdorf) und wurde im Sommer 2010 von der Firma Helmut Homolka Holzbau unter wissenschaftlicher Betreuung durch das Museumsdorf übertragen. Zusammen mit der Firma Homolka entstand damals die Idee, den Stadel für Schulgruppen als zerlegbares Modell nachzubauen.

Heinrich Merz, ehemaliger Schulamtsdirektor und Museumschef Peter Höltl fanden bei Herrn Uwe Burghardt, dem Schulleiter des Berufsschulzentrums in Waldkirchen, ein offenes Ohr. So kam es zu einem Kooperationsprojekt „Museum und Schule“ an dem sich auch die Zimmererinnung Passau beteiligte.

Eine gute Sache für beide Seiten, für das Museumsdorf, aber vor allem auch für die Berufsschule in Waldkirchen. Angehende Zimmerer wurden bei diesem Unterrichtsprojekt mit der traditionellen Bauweise alter Scheunen vertraut gemacht. 
Der Originalstadel wurde zunächst von Schülern der Jahrgangsstufen 11 und 12 genau vermessen und die Daten EDV-technisch erfasst. Das Modell wurde dann in Handarbeit in einem Zeitraum von ca. 6 Wochen angefertigt. Beeindruckend waren die Begeisterung und das Geschick der angehenden Zimmerer.